E-Plus will LTE-Funkfrequenzen anmieten
Bei der gerade beendeten LTE-Auktion ging E-Plus als sparsamster Mitstreiter aus dem Rennen hervor. Auf diese Weise vermied E-Plus es, horrende Summen während der Auktion auszugeben. Das Unternehmen investierte lediglich 283,6 Millionen Euro, während O2, Vodafone und die Deutsche Telekom mehr als 1,3 Milliarden Euro ausgaben. E-Plus ersteigerte Frequenzen im GSM-Bereich von 1,8 Gigahertz, im UMTS-Bereich von 2,0 Gigahertz und von 2,6 Gigahertz. Letztere Frequenz kommt für Wimax oder LTE in Frage, kann jedoch nicht die Funklöcher auf dem Land stopfen.
Aus diesem Grund möchte E-Plus Frequenzen der Konkurrenz mieten, um die Kunden auch in den Gegenden versorgen zu können, in denen keine ordentliche Netzabdeckung herrscht.
Der E-Plus-CEO Thorsten Dirks sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass es jetzt auf den richtigen Mietpreis ankomme. E-Plus versorge bereits 90 Prozent der deutschen Bevölkerung mit mobilen Datendiensten wie zum Beispiel EDGE, UMTS oder HSPA. Für die restlichen Prozente suche E-Plus nun eine Netzwerkkooperation.
Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, ließ bereits verlauten, dass man auf jeden Fall mit E-Plus reden werde, sollten diese auf die Telekom zukommen. Die Telekom habe schon oft gezeigt, dass sie offen für Kooperationen sei, so van Damme im Interview mit Bloomberg.
Quelle: areamobile.de
