Umweltschutzversprechen gebrochen

11.01.2010 Greenpeace kritisiert: Umweltschutzversprechen gebrochen

Anlässlich der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace allerhand zu kritisieren. Iza Kruszewska (International Toxics Kampaignerin, Greenpeace) kritisierte, dass viele Unternehmen, eigene Versprechen zum Verzicht auf schädliche Chemikalien gebrochen hätten. Ursprünglich war es Ziel, Handys BFR (Flammschutzmittel)- und PVC-frei herzustellen. Doch diesem Versprechen kamen vor allem Samsung, Dell, Lenovo und LG nicht nach. Im aktuellen Greenpeace-Ranking hätten somit gleich vier der 18 Hersteller von Mobiltelefonen einen Strafpunkt erhalten.

Nokia hingegen hält sich darin weiterhin wacker auf Platz 1 und punktet in allen drei Wertungskategorien (Toxische Chemikalien, E-Abfälle und Energie). Der zweite Platz geht an Sony Ericsson. Beide Konzerne werden von Greenpeace als wichtige Vorreiter gelobt.
Im Mittelfeld des Greenpeace-Rankings befinden sich Toshiba, Philips, LG, Apple, Sony, Motorola, Samsung und Panasonic. Acer, Sharp und HP liegen knapp dahinter. Samsung habe sich mit dem Smartphone „Blue Earth“ betont grün gegeben. Leider sei das Modell auch das einzige im Produktsortiment von Samsung, so Greenpeace. Somit habe der Konzern sein Versprechen, den Chemikalienverzicht in Handys weiter voranzutreiben, nicht eingehalten, urteilte Kruszewska. HP hingegen habe trotz mittelmäßiger Platzierung, in Sachen Chemikalienverzicht große Fortschritte gemacht und erntet hierfür entsprechende Anerkennung.

Insgesamt schnitten Dell, Lenovo, Microsoft, Fujitsu und Nintendo besonders schlecht ab. Sie versammeln sich auf den letzten Plätzen.

Greenpeace Kampaigner, Casey Harrel, forderte abschließend, dass es Zeit sei, über den Verzicht auf toxische Chemikalien weniger zu reden, als diesbezüglich viel mehr zu handeln.

Mehr Informationen finden Sie auf: www.greenpeace.org/electronics

Foto: smart-parts.net