LTE-Auktion beendet

Nach sechs Wochen und 224 Bieterrunden erklärte die Bundesnetzagentur die Auktion für beendet. Das Ergebnis liegt mit 4,38 Milliarden Euro jedoch weit hinter den Erwartungen. Berater des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG hatten ein Gesamtgebot von 6 bis 8 Milliarden Euro prognostiziert.

Die Auktion um die Frequenzen für die Übertragungstechnologie Long Term Evolution fand ein ähnlich abruptes Ende wie die UMTS-Auktion im Jahr 2000.

Zum Gebot standen die Frequenzbereiche 800 Megahertz, 1,8 Gigahertz, 2 Gigahertz und 2,6 Gigahertz. Jeweils zwei Frequenzblöcke im 800-Megahertz-Bereich konnten sich Vodafone, O2 und die Deutsche Telekom sichern. E-Plus ergatterte zwei Blöcke im 1,8-Gigahertz-Bereich. Auch die Telekom war in diesem Bereich erfolgreich und verschaffte sich gleich drei Blöcke.

Im UMTS-Bereich konnten O2 und Vodafone je einen Block beanspruchen. E-Plus machte sich hier sogar zwei Blöcke zu Eigen. Der 2-Gigahertz-Bereich konnte von O2 ersteigert werden. Der 2,6-Gigahertz-Bereich wird unter allen vier Netzbetreibern aufgeteilt.

Über das Ergebnis der Auktion war O2-Chef René Schuster erfreut. Sämtliche Auktionsziele seien erreicht worden. Mit den ersteigerten Frequenzen seien sie nun bestens gerüstet, um O2-Kunden deutschlandweit mit neuesten Technologien und einem mobilen Hochgeschwindigkeits-Internet zu versorgen. O2s erstes regionales LTE-Netzwerk werde bis zum Ende des Jahres gestartet sein.

Quelle: chip.de