Samsung verdrängt Nokia vom ersten Platz
Dies berichtete das Nachrichtenmagazin Focus und bezog sich dabei auf eine von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Dezember 2009 durchgeführte Studie. Samsung habe im letzten Jahr viele Prepaid- und Vertragskunden hinzugewinnen können.
Der Marktanteil von Samsung in Deutschland sei auf 36 Prozent angewachsen, was einen Gewinn von 11 Prozent bedeutet. Nokia hingegen ist mit 29 Prozent deutlich zurück gefallen und musste 4 Prozent einbüßen. Weltweit gesehen ist Nokia jedoch nach wie vor der führende Handyhersteller und sieht das Ergebnis dieser Studie eher gelassen. Man lege mehr Wert auf Profitabilität als auf möglichst hohe Marktanteile, hieß es von Nokia.
Der Grund für die sinkenden Marktanteile im deutschen Raum seien laut Focus die fehlenden Produktneuheiten. Samsung habe im Jahr 2009 viele neue Geräte auf den Markt gebracht. Darunter auch das günstige S5230 Star, welches als Smartphone für Einsteiger zu bezeichnen ist. Die Kunden sind immer noch an den Smartphones aus dem Hause Nokia interessiert, doch gekauft werden meist die günstigeren Varianten der Konkurrenz. Laut inside-handy.de seien die Handys von Nokia einfach zu teuer. Große technische Neuerungen haben diese ebenfalls nicht zu bieten. Das N97, welches Ende letzten Jahres auf den Markt kam, wurde zu einem Preis von ca. 650 Euro angeboten. Dieser Preis hat die Kunden veranlasst den altbewährten Nokia-Handys den Rücken zu kehren und einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Und diese hatte im letzten Jahr einfach mehr Handys für weniger Geld zu bieten.
Nokia gibt sich bezüglich der Studie zwar unbeeindruckt, will aber verhindern von der Konkurrenz abgehängt zu werden. So will Nokia in Zukunft zusammen mit Intel eine neue Version des hauseigenen Betriebssystems Symbian herausbringen. Die Linux-Plattform namens Meego soll Nokia-Handys für die Verbraucher wieder interessanter machen.
