Schadprogramme auf Handys nehmen zu

Smartphones werden immer öfter zum Ziel von Hackern. Mobile Malware, Phishing und Dialer – der Download verseuchter Apps sorgt für hohe Telefonkosten und jede Menge Ärger.

Der Gründer des kalifornischen Mobile Security-Spezialisten Lookout warnt vor verschiedenen Download-Seiten. In letzter Zeit wurden Apps für Windows Mobile verseucht und sorgen dafür, dass der Nutzer durch Anrufe zu Mehrwert-Nummern sehr viel Geld bezahlen muss. Mobile Malware sei auf dem Vormarsch, so die Warnung des Spezialisten. Noch im letzten Jahr lag die Zahl der betroffenen Smartphones bei vier von 100 Handys. Dieses Jahr sind es bereits neun von 100 Mobilfunkgeräten.

Für Hacker werden Smartphones immer mehr zu interessanten Zielen, schließlich soll die App-Download-Anzahl im Jahr 2010 bereits 50 Milliarden betragen. Kasperskys Virenanalyst, Christian Funk, bestätigt die Aussage von Mobile Security, sieht die Lage jedoch nicht ganz so dramatisch.

Doch auch Kaspersky teilt mit, vor allem im slawischen Raum mobile Phishing-Angriffe für soziale Netzwerke beobachtet zu haben. Die häufigste Angriffs-Quelle seien zurzeit sogenannte SMS-Trojaner, welche teure Nachrichten an Mehrwert-Nummern verschicken.

Die Tatsache, dass 45 Prozent der Malware in Java geschrieben werde, spreche dafür, dass die Hacker sich auch plattformübergreifende Attacken für mehrere Betriebssysteme leicht machen wollten, so Kaspersky.

Vermeintliche App-Schnäppchen sollten nicht kopflos heruntergeladen werden. Schließlich werden die verseuchten Apps auf beliebten Download-Seiten angeboten. Lookout weist darauf hin, dass lediglich Apps von seriösen Entwicklern und über seriöse Quellen herunter geladen werden sollten.

Quelle: inside-handy.de