WiMAX wird von LTE ins Aus gedrängt

Der Datenübertragungsstandard WiMAX wird immer mehr von dem noch in den Kinderschuhen steckenden LTE verdrängt.

WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) ist eine Technologie, die sich durch hohe Übertragungsraten und kurze Reaktionszeiten auszeichnet. Bereits seit 2005 existieren die ersten kommerziellen WiMAX-Angebote von deutschen Breitband-Diensten. Dieser Technologie wurde eine große Zukunft eingeräumt, da WiMAX eine Datentransferrate von bis zu 108 Mbits/s versprach. Doch nach und nach kehren Interessenten und Entwickler dieser Technologie den Rücken zu und wenden Ihren Blick auf die Konkurrenz LTE (Long Term Evolution).

Bereits letztes Jahr stellte der Handy-Riese Nokia seine Bemühungen um die WiMAX-Technologie ein und legte den Fokus auf LTE. Jetzt springt auch der US-Netzwerktechnik-Riese Cisco Systems vom WiMAX-Zug ab, obwohl Cisco erst zwei Jahre zuvor 330 Millionen US-Dollar in die WiMAX-Technologie investiert hatte. Cisco war überzeugt davon, dass diese Technologie eine Zukunft haben wird und eignete sich das nötige Know-How durch die Übernahme des US-amerikanischen WiMAX-Anbieters Navini Networks an.

Jetzt wendet sich auch Cisco von WiMAX ab und kündigt an, die Produktion von Basisstationen für die Funktechnik einzustellen. Auch Cisco werde sich ab jetzt verstärkt auf die LTE-Technologie konzentrieren. Kunden die bereits WiMAX-Systeme von Cisco verwenden, werden weiter mit technischem Support und Zubehör unterstützt.